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Getränke

von Franziska Lupberger

  • Seminararbeit (12. Jahrgang)
  • 14 Punkte

 

 

4. Getränke während der Etappe

Was und wie viel wird getrunken?

Jeder, der eine Etappe der Tour de France im Fernsehen schon verfolgt hat, wird die Trinkflaschen der Radrennfahrer gesehen haben.

Während einer Etappe trinkt ein Profiradfahrer im Durchschnitt 1,5 Liter pro Stunde, denn ein dehydrierter Körper (entwässerter Körper) benötigt lange Zeit bis er wieder volle Leistung bringen kann.

Die meisten Trinkflaschen sind mit Wasser oder mit einem Mineralgemisch (isotonisches Getränk)  gefüllt, welches sehr dünn angemacht ist. Gegen Ende einer Etappe trinken die Fahrer auch Cola.

Kühle Getränke sind gut für den Körper eines Fahrers bei der Tour de France, da sie den Muskel am Magenausgang entspannen und somit für einen schnelleren Transport der Nährstoffe in den Dünndarm und demzufolge auch für eine schnellere Aufnahme ins Blutt sorgen. Zu kalte Getränke sorgen jedoch für Magenkrämpfe und müssen vermieden werden.

Wasser wird von den Rennfahrern getrunken, um ihren Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen und somit nicht zu dehydrieren, da sehr viel Wasser durch das Schwitzen und die Atmung verloren geht.

In Wasser sind zwar wenige Mineralstoffe enthalte, die für den Körper gut sind, jedoch keinerlei Kalorien, wie in den isotonischen Getränken und Cola.

Zum Auffüllen des Flüssigkeitshaushaltes ist Wasser sehr geeignet. Wenn  kein Mehrbedarf an Mineralstoffen notwendig ist, kann auf Wasser immer zurückgegriffen werden. Jedoch werden beim Schwitzen auch eine Menge Mineralstoffe ausgeschieden. Deshalb kann nicht nur auf Wasser gesetzt werden, denn dadurch würde es zu einem Mineralstoffmangel kommen, dem die isotonischen Getränke entgegengesetzt werden.

Sportgetränke/Mineralstoffgemische werden hauptsächlich getrunken, um die durch den Schweiß ausgeschiedenen Mineralstoffe sowie den Kohlenhydratspeicher wieder aufzufüllen.

Diese Getränken enthalten neben vielen Kohlenhydraten auch viel Natrium, das die Aufnahme von Wasser und Kohlenhydraten aus dem Darm beschleunigt. Isotonische Getränke sind Getränke, die die gleiche Osmolarität wie Blutplasma haben. Sie sollten jedoch nicht in hoher Konzentration getrunken  und im Verhältnis 1:2 verdünnt werden, da die Nährstoff- und Elektrolytkonzentration (= Kaliumkonzentration) zu hoch ist. Dies wurde auch im Interview mit Tobias Steinhauser bestätigt: „…oder so ein dünnes Mineralgemisch, ziemlich dünn angemacht.“

Die Nährwert-, Vitamin-, Mineralstoff- und Aminosäuretabellen eines Sportdrinks von „Powerbar“, mit dem die Teams während der Tour de France unter anderem ausgestattet sind.

 

Nährwertangabe

Pro 100 ml

Brennwert:

111 kJ/ 26 kcal

Eiweiß:

0,04 g

Kohlenhydrate:

6,6 g

Fett:

<0,1g

 

Vitamine

Pro 100 ml

Vitamin C

3,6 mg

Vitamin E

1,8 mg

Niacin

1,3 mg

Pantothensäure

0,6 mg

Vitamin B6

0,1 mg

 

Mineralstoffe

Pro 100 ml

Natrium

46 mg

Kalium

14 mg

Magnesium

3 mg

 

 

 

Aminosäuren

Pro 100 ml

L-Glutamin

18 mg

L-Leucin

8 mg

L-Valin

7 mg

L-Isoleucin

5 mg

 

Cola wird den Fahrern erst gegen Ende einer Etappe gereicht, da es durch das Koffein und den enthaltenen Zucker zum Schluss nochmals „wach“ macht. Ein weiterer Grund für das Reichen von Cola ist laut Steinhauser, dass die Cola einen anderen Geschmack hat. Wenn nur Wasser getrunken wird, bekommt ein Radfahrer „Flöhe im Mund und Bauch“, wie der Freund Jan Ullrichs erzählt („…da wenn du nur Wasser trinkst, man Flöhe im Mund und bauch bekommt..“). Zusätzlich hätte ein Sportler nach viel Wasser einfach mal Lust auf eine Cola.

Eigentlich gehört Cola zu den absoluten „No-Go’s“ (siehe unter No-Go’s, Seite 11)  der Sportlernährung auf Grund des hohen Zuckergehaltes und des Koffeins.

 

Nährstoff

Pro 100 ml

Brennwert:

180 kJ/ 42 kcal

Eiweiß:

0 g

Kohlenhydrate:

10,6 g

Fett:

0 g

Koffein:

10 mg

 

Cola enthält zudem nur geringe Mengen an Natrium.  

Kategorie: Ernährung bei der Tour de France | Kommentare (1)
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