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Verpflegungszonen

von Franziska Lupberger

  • Seminararbeit (12. Jahrgang)
  • 14 Punkte

 

 3.3 Verpflegung auf der Strecke: Verpflegungszonen

Schon vor dem Rennen packen die Rennfahrer Silberlinge, Riegel, Gels in ihre Trikottaschen und nehmen Getränke in den Getränkehaltern mit auf die Etappe. Doch auch dieser Vorrat an Verpflegung geht zu Ende und die Fahrer brauchen erneut etwas zu trinken oder zu essen. Die Fahrer können nach 50 gefahrenen Kilometern bis 20 Kilometer vor dem Ziel Nahrung am Mannschaftswagen holen, die dem Feld (Peloton)  unmittelbar nach den Tourleitungsfahrzeugen folgen. Um sich jedoch die Nahrung zu holen, müssen sich die Fahrer zurück fallen lassen und dann wieder mit hohem Kraftaufwand an das Peloton oder die Gruppe heranfahren. Um diesen Kraftaufwand zu verringern, wurden auf den Strecken so genannte Verpflegungszonen eingerichtet, die im Vorfeld festgelegt worden sind. Je nach Länge oder Härte des Rennens sind eine oder sogar zwei Verpflegungszonen vorgesehen. In diesen Zonen werden den Fahrern Verpflegungsbeutel von den Teampflegern überreicht, in denen eine Trinkflasche mit einem Mineralgemisch und eine Flasche Wasser, sowie je nach Vorlieben der Fahrer Silberlinge, Riegel und Gels (genaue Inhaltsstoffe, deren Definitionen und Bedeutung in den Themen der jeweiligen Produkte) enthalten sind. Die gewünschten Produkte werden aus dem Beutel herausgenommen und in den Trikottaschen verstaut, der restliche Inhalt des Beutels wird samt dem Beutel wieder weggeworfen.  

Die Verpflegungszonen werden gekennzeichnet und rechtzeitig angeschrieben. Sie sind mit Banden vor den Zuschauern geschützt, denn dieser Bereich ist äußerst gefährlich für alle Beteiligten. Die Beutel können sich sehr leicht in den Rädern verfangen und der Streckenabschnitt bietet somit eine erhöhte Sturzgefahr. Auch  die Enge im Fahrerfeld, da jeder Fahrer zu den Betreuern möchte, bietet ein zusätzliches Gefahrenpotenzial.

Das Annehmen von Getränken und Nahrung von den Zuschauern ist nicht verboten, doch jeder Fahrer nimmt diese auf eigene Gefahr entgegen. Von Betreuern und Fahrern wird immer wieder befürchtet, dass eventuell verbotene Substanzen in diesen gereichten Getränken vorkommen könnten.
Kategorie: Ernährung bei der Tour de France | Kommentare (3)
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