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Betrieb

von Friedemann Winkler

  • Praktikumsbericht (Jahrgang 11)
  • 13 Punkte (vor Korrektur)

 

1. Der Betrieb

Die heutige Immelmann Kaserne wurde im Jahre 1933 zur Zeit der Machtübernahme Hitlers erbaut. Sie wurde unter dem Deckmantel einer zivilen Flugschule zur Ausbildung von Militärpiloten genutzt und nach dem Krieg kampflos den Amerikanern übergeben und in „Immelmann Kaserne“ umbenannt (der Name stammt von einem Fliegerass und Luftfahrtpionier). Seit ca. 50 Jahren sind verschiedene Verbände der Bundeswehr dort stationiert gewesen. Heute befinden sich folgende Einheiten am Flugplatz:

  • Heeresfliegerunterstützungsstaffel 14 (Bo-105)
  • Heeresfliegerverbindungs-/ Aufklärungsstaffel 100 (Bo-105)
  • Heeresfliegerinstandsetzungsstaffel 100
  • Heeresfliegerstaffel 109 (Allgemeine Grundausbildung)
  • Ausbildungszentrum C/ Heeresfliegerwaffenschule
  • Kraftfahrausbildungszentrum Celle
  • Standortsanitätszentrum Faßberg
  • Zahnarztgruppe Celle-Wietzenbruch
  • Feldwebel für Reservisten Celle

Zusätzlich sind am Flugplatz Feuerwehr, Geophysikalische Wetterberatung, Flugsicherheit und diverse andere zu finden. Insgesamt sind in der Immelmann Kaserne ca. 1200 Menschen beschäftigt (davon 600 Zivilisten).

Das Gebiet der Kaserne ist in 2 Teile geteilt: Den normalen und den Sperrbezirk. Den normalen Bereich kann nach einer Kontrolle an der Wache jeder betreten, hier befinden sich die Verwaltung, die Feuerwehr, das Lager und einige andere. Zum Sperrbereich gehören das Flugfeld, Luftfahrzeughallen und Lager mit wertvollen / gefährlichen Hubschrauber-Ersatzteilen. Dieser Bereich kann nur mit einem speziellen Ausweis betreten werden.

Im Gegensatz zum produzierenden Gewerbe und anderen Dienstleistungsbetrieben hat die Bundeswehr keine Konkurrenz in ihrer Aufgabe, das Land zu verteidigen und international für Frieden zu sorgen. Mir erschien die Arbeitsatmosphäre in den Werkstätten trotz der wichtigen und verantwortungsvollen Aufgabe relativ locker, was wahrscheinlich an dieser Konkurrenzlosigkeit und dem nicht so starken Arbeitsdruck liegt. Auch habe ich keine strengen Offiziere gesehen, die unfreundlich Befehle durch die Gegend brüllen, sondern nur freundliche Vorgesetzte, die für jeden ansprechbar sind und vor denen man keine Angst haben muss.

Kategorie: Praktikumsbericht: Bundeswehr | Kommentare (4)