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Fazit

von Friedemann Winkler

  • Praktikumsbericht (Jahrgang 11)
  • 13 Punkte (vor Korrektur)

 

5. Fazit

Alles in allem hat mir das Praktikum sehr gut gefallen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich in den zwei Wochen so viel über die an Hubschraubern der Bundeswehr verwendete Technik lernen könnte. Verschiedene Zusammenhänge, über die ich vorher schon oft nachgedacht hatte, sind mir jetzt erklärt worden (so ist zum Beispiel durch das Phänomen, dass sich bei großer Geschwindigkeit (Überschall) die Aerodynamik umkehrt, zu erklären, warum die Rotorblätter eines Hubschraubers sich nicht zu schnell drehen dürfen). Doch die Technik war ja nicht einmal alles, was mir geboten wurde. Dadurch, dass ich fast jeden Tag in einer anderen Staffel / einem anderen Beschäftigungsfeld tätig war, habe ich auch viel über Verwaltung, Einsatzplanung, Flugsicherheit und die Ausbildung bei der Bundeswehr erfahren. Natürlich konnte ich aus diesem Grund auch die Leute nicht genauer kennen lernen, ich habe sie ja alle nur maximal zwei Tage gesehen. So sind auch beim Mittagessen keine ungezwungenen Gespräche zustande gekommen. Für Unterhaltungen musste ich sehr offen auf die am Fliegerhorst Beschäftigten zugehen, was ich durch dieses Praktikum nach anfänglichen Hemmungen auch gelernt habe.

Interessant war für mich auch, die Arbeitsatmosphäre bei der Bundeswehr zu sehen. Ich hatte mir alles viel strenger und gezwungener vorgestellt, davon war aber nichts zu merken. Alle waren freundlich zu mir, immer hatte jemand Zeit, mir alles zu erklären, was ich wissen wollte. In dieser entspannten Atmosphäre hatte ich erfreulicherweise auch die Möglichkeit, kleinere Aufgaben selbstständig zu erfüllen. Ich hätte nicht gedacht, dass man mich so einfach an einem doch sehr teuren Hubschrauber herumwerkeln lassen würde.

Etwas enttäuscht war ich, dass ich kaum Fotos machen durfte. Auch wäre ich sehr gerne einmal im Hubschrauber mitgeflogen. Durch die deutschen Sicherheitsvorschriften war dies leider nicht möglich. Stattdessen durfte ich an der Schießausbildung der Grundwehrdienst-Leistenden teilnehmen, was mir viel Spaß gemacht hat.

Auf die Frage nach Auslandseinsätzen haben alle von mir befragten sehr positiv geantwortet. Trotz der Gefahren überwiegt im Allgemeinen die Abenteuerlust und die Aussicht, fremde Länder kennen zu lernen, obwohl nicht alle die von den Deutschen unterstützten Missionen im Ausland für sinnvoll halten. Ob es sich lohnt, Offizier bei der Bundeswehr zu werden? Nach Meinung der von mir Befragten auf jeden Fall. Die unterschiedlichen Fachrichtungen, anspruchsvolle Aufgaben und stets neue Herausforderungen seien garantiert.

Zusammenfassend kann man sagen, es waren zwei hochinteressante Wochen, in denen ich viel Neues über Ausbildung und Arbeit bei der Bundeswehr lernen konnte.

Kategorie: Praktikumsbericht: Bundeswehr | Kommentare (4)
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