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Albrecht Altdorfer - Alexanderschlacht

von Dennis Theurer

  • Kunstreferat (12. Klasse)
  • 10 Minuten
  • 14 Punkte
Hinweis: das Referat ist nicht als Text ausformuliert, sondern in Form von Stichpunkten gefasst, die in der Reihenfolge zu einem kompletten Referat verwendet werden können.

Die Alexanderschlacht
von Albrecht Altdorfer

Biographie

  • Geboren 1480 in Regensburg
  • 1501 Bürger der Stadt
  • 1519 Mitglied des Rats
  • 1526 Stadtbaumeister
  • Arbeitete überwiegend für Monarchen und kirchliche Einrichtungen
  • 1520 malte er mit der „Donaulandschaft bei Regensburg" das erste selbständige Landschaftsbild der deutschen Kunstgeschichte
  • 1529 malte er eines der wichtigsten Werke deutscher Malerei „Die Alexanderschlacht"
  • 1538 stirbt er in Regensburg

Allgemeines zum Bild

  • Auftrag von Wittelsbacher Herzog Wilhelm IV.
  • 1529 gemalt, stammt aus der Renaissance
  • Mit Öltempera auf Lindentafel gemalt
  • 158 x 120 cm groß
  • Motiv: Schlacht von Issos (333 v. Chr.):
  • Griechen unter Alexander dem Großen gegen Perser unter Dareios III.

Bildbeschreibung

  • Unterteilung des Bildes in Vorder- und Mittelgrund (a) und Hintergrund (b) außerdem eine Tafel mit Schrift oben
a)
  • Im Vordergrund bekämpfen sich Griechen und Perser
  • Griechen in weiß-blau, Perser in Rot, teilweise mit Turbanen
  • Kämpfer haben prachtvoll geschmückte Pferde und sind gut gerüstet
  • Gelber Ritter mit rotem Umhang tut sich unten rechts hervor
  • Am Boden liegen Pferde und gefallene Soldaten
  • Viele Flaggen ragen aus der Masse empor
  • Viele Speere Und Lanzen
  • Alles in Bewegung
  • Anordnung der Heere strudelförmig
  • Im Mittelgrund links ist ein dreispänniger, überproportionierter Wagen mit Ritter in Gold
  • Auch im Mittelgrund wird gekämpft
  • Auf der linken Seite erhebt sich ein Berg mit Ruine am Fuß und Burg auf halber Höhe
  • Links von der Ruine sind Soldaten, die zu Fuß vor der Schlacht fliehen
  • Weiter hinten sieht man die Stadt Tarsus
  • Hinter der Stadt beginnt eine Seelandschaft, wo der Hintergrund anfängt
b)
  • Hintergrund hebt sich deutlich durch veränderte Farbgebung ab
  • Rechts geht die Sonne unter, die sich auch im Wasser wiederspiegelt
  • Links oben ist ein sichelförmiger Mond der in einer Wolke auftaucht
  • Dazwischen ist ein Gebilde an Wolken, teils sehr hell, teils dunkel durch die merkwürdigen Lichtverhältnisse
  • Wolken sind auch strudelförmig und geschwungen wie die Schlachtformation
  • Himmel wird durch Gebirge abgegrenzt
  • Zwischen den Gebirgen und dem Mittelgrund ist eine Seelandschaft, die sich im hinteren Teil auch bis zum Horizont erstreckt
  • In der Mitte des großen Sees ist eine Insel
  • Etwas weiter rechts oben am Gebirge ist ein Fluss mit einem Delta zu sehen, das ihn in 7 Flussarme teilt
  • Die Gebirge auf der linken Seite, sowie die Wolken darüber sind sehr dunkel
  • Die Soldaten im Mittelgrund scheinen von einer weiteren Lichtquelle von links beleuchtet zu werden, die allerdings nicht auf dem Bild liegt
  • Der Horizont ist stark gewölbt
  • Die Höhe des Betrachters liegt oberhalb des Kampfgeschehens und ist eine Art Vogelperspektive
  • Auf der Tafel oben steht:
  • Alexander der Große besiegt den letzten Darius, nachdem in den Reihen der Perser 100 000 Mann zu Fuß und über 10 000 Reiter erschlagen und Mutter, Gattin und Kinder des Königs Darius mit etwa 1000 in Auflösung fliehenden Reitern gefangen worden waren.

Deutung/Interpretation/Erklärung

  • Durch die Informationen auf der Tafel lässt sich auf Schlacht von Issos schließen
  • Der Wagen in der Mitte von Dareus gelenkt und flieht (Aufschrift auf Wagen)
  • Alexander der Große in Gold reitet hinter ihm her
  • Die Insel hinter der Stadt ist Zypern (wegen Form)
  • Der See drum herum ist das Mittelmeer
  • Der Fluss mit dem siebenadrigen Flussdelta ist der Nil, daher wahrscheinlich dahinter Ägypten
  • See am Horizont ist das rote Meer
  • Luther hatte zu der Zeit über das Ende der Welt gesprochen, wovon Altdorfer vermutlich etwas gehört hat
  • Prophet Daniel hat gesagt, der Sieg der Griechen in der Schlacht würde zum Weltuntergang führen
    • daher vielleicht dieses Panorama
  • Der Mensch verliert in der Masse seine Bedeutung, die großen historischen Figuren, auch wenn sie überproportioniert dargestellt sind, heben sich kaum von der Masse ab
  • Dies läst das historische Ereignis in den Hintergrund rücken, der gewaltige Eindruck durch Landschaft, Wolken und Farbgebung steht im Vordergrund
  • In Altdorfers Epoche wurde Amerika entdeckt und Magellan hat die Welt umsegelt, er wollte vermutlich eine Wiedergabe der Unendlichkeit machen
  • Der Mensch wird in der großen Welt immer mehr zur Nebensache und wird im Bild von der Landschaft überwachsen
  • Der Mensch steht nicht mehr Mittelpunkt der Kunst, er ist nicht mehr die Krone der Schöpfung, die Erde nicht mehr das Zentrum des Kosmos
  • Die Wissenschaft zeigt nun, dass sie ein Himmelskörper unter vielen ist und somit verliert sie an Bedeutung
  • Altdorfer möchte mit seinem Bild nicht die Schlacht von Issos selbst, sondern die weltgeschichtliche Bedeutung zeigen (Heerscharen mit Kostümen des 16. Jahrhunderts gekleidet)
  • Es geht um den Übergang von einem zum nächsten Zeitalter, also auf das Bild bezogen vom persischen zum griechischen Zeitalter also zur abendländischen Weltmonarchie
  • Übergang durch das Geschwungene dargestellt, Gegensätze der Kulturen durch die verschiedenen Lichtverhältnisse und die unterschiedliche Farbgebung
  • 1529 stehen die Türken vor Wien und Altdorfer beschwört angesichts der Türkengefahr den Sieg des Abendlandes über das Morgenland
    • Sichelförmiger Mond wie auf der Flagge der Türkei
Kategorie: Kunst | Kommentare (240)
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