1624852 Besucher [118 Heute]
Caravaggio - Abendmahl in Emmaus (Referat)

von Beebie

 

  • Kunst-Referat (Jahrgang 10)
  • 5 Minuten
  • Note: 1

 

 

Titel: Abendmahl in Emmaus

Künstler: Michelangelo Merisi da Caravaggio

Entstehungszeit: 1601

 

Der Künstler:

 

Er kam im Herbst 1571 in Caravaggio bei Mailand als Michelangelo Merisi zur Welt.

Im Alter von 13 Jahren ging er für 4 Jahre in Lehre bei einem Maler in Mailand.

1592 reiste er nach Rom und nannte sich von dort an Caravaggio nach seinem Geburtsort. Dort malte er Heiligengeschichten, Figuren aus der Mythologie und dem täglichen Leben Roms.

Michelangelo fiel immer wieder negativ auf, da er oft in Schlägereien verwickelt war. Oft musste er auch vor dem Gesetz fliehen. Durch diese Charakterzüge fiel es ihm aber auch leichter, die ungeschriebenen Gesetze der Kunst zu brechen und er konnte Neuerungen schaffen.

Am 18.06. 1610 starb Caravaggio in Porto Ercole.

Bekannte Werke sind:

  • „Der Falschspieler"
  • „Bacchus"
  • „Rosenkranzmadonna"

 

 

Beschreibung:

 

Auf dem Bild sitzt Jesus mit zwei seiner Jünger an einem Gedeckten Tisch, ein weiterer Mann steht daneben.

Jesus befindet sich im Zentrum. Seine Hände ruhen in einer bestätigenden Geste, sein Kopf ist leicht gesenkt, die Augen sind fast geschlossen.

Der Jünger zur Linken stützt sich auf die Lehnen seines Stuhles, als wollte er aufstehen. Seine Augen sind weit aufgerissen. Er streckt den rechten Ellenbogen dem Betrachter entgegen. Der Eindruck wird verstärkt durch die helle Haut, die unter seiner zerrissenen Jacke hervor scheint.

Der Jünger zur Rechten Jesu streckt die Hände waagerecht ausgreifend von sich. Er trägt eine Muschel am Gewand.

Der stehende Wirt stützt sich auf dem Tisch ab. Sein Gesicht wirkt ausdruckslos.

Vor den Männern liegt je ein Stück Brot. Außerdem befinden sich auf denm Tisch eine Obstschale mit faulen Äpfeln und Feigen, ein Granatapfel, ein gebratenes Hähnchen und eine Karaffe mit Wasser.

 

Gestalterische Mittel:

 

Die Lichtquelle befindet sich im linken Vordergrund. Der Kontrast zwischen hell und dunkel ist sehr groß. Der Hintergrund liegt größtenteils im Schatten. Jesus ist wie auch das Festmahl hell erleuchtet.

Die Schattenführung ist nicht korrekt, denn wenn man die Lichtquelle betrachtet, müsste der Wirt eigentlich einen Schatten auf Jesus werfen. Das ist bewusst nicht der Fall, denn Jesus wird auf diese Weise in den Mittelpunkt gerückt.

Jesus trägt ein rotes Gewand, was Herrlichkeit und Göttlichkeit symbolisiert.

Der Wirt ist teilweise weiß gekleidet, was die Aufmerksamkeit auch auf ihn und somit auf seine Mimik lenkt.

Die Farben sind sehr kräftig gewählt und stellen einen starken Kontrast zum Hintergrund dar.

Die Perspektive wirkt durch die ausgestreckten Arme des Jüngers dreidimensional. Der Fluchtpunkt liegt auf Jesus.

Es sind folgende Symbole enthalten: die Jakobsmuschel als Symbol des Pilgers, das faule Obst als Zeichen für die Erbsünde und der Granatapfel als Symbol für die Auferstehung Christi und die Erlösung von den Sünden.

 

Interpretation:

 

Die zu Grunde liegende Geschichte steht im Lukas-Evangelium und findet am Tag nach Jesu Auferstehung statt: Zwei Jünger sind gerade auf dem Weg nach Emmaus, als sie auf Jesus treffen. Es ist die erste Begegnung nach seiner Festnahme.

Caravaggio stellt den Moment dar, in dem Jesus sich den Jüngern zu erkennen gibt.

Obwohl keiner den Mund zum Sprechen geöffnet hat, sagen das wortlose Staunen der Jünger und die schweigende Ruhe Christi mehr als ganze Seiten der Bibel.

Der Wirt stellt mit seiner zurückhaltenden Pose einen psychologischen Kontrast zu Jesus dar. Er repräsentiert die Skepsis eines Ungläubigen. Dennoch bildet sein Schatten einen Kreis um Christus, wodurch er dessen Heiligkeit unwissentlich unterstreicht.

Das Bild entstand in der Zeit des Barock, was man an den kräftigen Farben und der Perspektive deutlich erkennt.

Kategorie: Kunst | Kommentare (2)