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Rogier van der Weyden - Anbetung der Könige (Referat)

von Beebie

 

  • Kunst-Referat (Jahrgang 10)
  • 5 Minuten
  • Note: 1

 

 

 

Titel:                   Anbetung der Könige

Künstler:             Rogier van der Weyden

Entstehungszeit: Mitte des 15. Jahrhunderts

 

 

Der Künstler:

 

Rogier van der Weyden wurde um 1400 in Tournai als Sohn eines Messerschmiedes geboren. 1427 begann er eine lehre bei dem Robert Campin, die er 1432 beendete und anschließend einer Malerzunft beitrat.

Einige Zeit später ließ sich van der Weyden in Brüssel nieder, wo er auch seine Frau Elisabeth heiratete, mit der er zwei Söhne hatte, die ebenfalls Künstler wurden.

1464 unternahm er eine Reise nach Rom, auf der er die Malerei der italienischen Renaissance kennen lernte, die Einfluss in seinen Werken hinterließ.

1464 starb Rogier im Alter von 65 Jahren in Brüssel.

Bekannte Werke sind:  

  • „Das jüngste Gericht"
  • „Der Kreuzigungsaltar"
  • „Die Kreuzabnahme"
  • „Anbetung der Könige"

 

 

Beschreibung:

 

Auf dem Bild ist die Anbetung der Könige dargestellt, die in einem langen Zug einziehen. Die heilige Familie befindet sich in einem halbverfallenen Stall. In der Mitte sitzt Maria mit dem Jesus-Kind, das durch den ältesten König verehrt wird. Maria strahlt Licht aus und erleuchtet somit die Umgebung.

Links hinter Josef kniet der Stifter des Bildes. Hinter dem Stall öffnet sich eine weite Landschaft mit Hügeln und einer Stadt. Ganz rechts kann man einen Teil eines Tempels erkennen.

 

 

Untersuchung der Gestaltungsmittel und Interpretation:

 

Im Zentrum des Bildes befindet sich das Jesus-Kind, auf das alle Blicke gerichtet sind. Das Kind wird somit zum Mittelpunkt des Geschehens.

Die Könige, die zum Stall ziehen tragen zeitgenössische Kleidung des 15. Jahrhunderts. Die kräftigen Farben, schönen Stoffe und Accessoires wie prunkvolle Gürtel und kostspielige Schwerter deuten auf Macht und Reichtum hin.

Trotz dieser materiellen Güter knien sie vor dem Kleinkind in dieser einfachen Umgebung nieder.

Die drei Könige sollen die drei Lebensalter darstellen.. Das ist ein Typus, der sich seit dem12. Jahrhundert in der Malerei behauptet hat.

Die Ruine, über deren linken Dachkante der Stern zu sehen ist, zeigt unterhalb einen angedeuteten Höhleneingang, der an den ursprünglichen Geburtsort Christi erinnern soll.

Über Marias Kopf befindet sich ein aus Holz geschnitztes Kruzifix, das bereits auf den Kreuzestod Jesu hindeutet.

Im Hintergrund befindet sich eine spätmittelalterliche Stadt, wie man an den Kirchen erkennt, die der Gotik zuzuordnen sind.

Die Ruine besitzt eine Kuppel, was darauf hindeutet, dass diese einmal eine Synagoge war. Die Gräser, die aus der Synagoge sprießen symbolisieren neues Leben.

Das Bild entstand im 15. Jahrhundert, was sich folgendermaßen äußert:

-          Alles hat in der Darstellung seinen Platz, was dem Ganzen eine gewisse Intimität verleiht.

-          Der Leidensweg Christi wurde thematisiert.

-          Jesus, hier der Heilige, wird von prächtig gekleideten Menschen unringt.

-          Die gotischen Kirchen sind typisch für diese Zeit.

 

Das Bild „Anbetung der Könige" soll den Betrachter zum Glauben aufrufen.

 

Kategorie: Kunst | Kommentare (1)