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Ovid - Das goldene Zeitalter

von Nadine Theiler

  • Latein-Klausur
  • 2-stündig
  • 15 Punkte

A. Übersetzen Sie den Text ins Deutsche!

B. Begründen Sie knapp, inwiefern der dargestellte Zustand paradiesisch ist!

Ovid stellt innerhalb des Schöpfungsmythos eine Zeitspanne paradiesischer Zustände für die Menschen vor:

Aurea prima sata est aetas, quae vindice nullo,
sponte sua, sine lege fidem rectumque colebat.
Poena metusque aberant, nec verba minantia fixo
aere legebantur, nec supplex turba timebat
iudicis ora sui, sed erant sine vindice tuti.
Nondum caesa suis, peregrinum ut viseret orbem,
montibus in liquidas pinus descenderat undas,
nullaque mortales praeter sua litora norant.
nondum praecipites cingebant oppida fossae.
Non tuba directi, non aeris cornua flexi,
non galeae, non ensis erant. (…)

(Hilfen weggelassen)



A)
Das erste, goldene Zeitalter entstand, das ohne Richter (w.: als es keinen Richter gab), aus eigenem Antrieb [und] ohne Gesetz die Redlichkeit und das Gute bewahrte. Strafe und Angst gab es nicht (w.: Strafe und Angst fehlten), weder wurden drohende Worte auf eherner Gesetzestafel gelesen noch fürchtete die flehende Menge den Urteilsspruch ihres Richters, sondern sie waren ohne Richter sicher. Eine gefällte Fichte war noch nicht von ihren Bergen in die fließenden Wellen herabgestiegen, damit sie ein fremdes Land aufsuchte, und die Sterblichen kannten nichts außer ihren (eigenen) Küsten.
Noch keine steil abfallenden Gräben umgaben die Städte (w.: Steil abfallende Gräben umgaben die Städte noch nicht).
Es gab keine Trompete, keine Hörner, keine Helme [und] kein Schwert (w.: Trompete, (…) waren nicht).

B)
Unter einem Paradies versteht man allgemein einen Zustand, der nichts Negatives beinhaltet. Dies trifft auf das im Text dargestellte „goldene Zeitalter“ (Z.1) zu: Es existieren keine Kriminalität und keine Zerstörung, da die Menschen freiwillig auf eine friedliche Art und Weise zusammenleben (Z.1/2) und keinen Krieg führen. Insbesondere bleibt auch die Natur unzerstört, da sie nicht durch Kriege (Z.9) oder angestrebte Entdeckungsfahrten (Z.6/7) belastet wird.
Und allein die Tatsache, dass die Menschen nichts als ihr eigenes Land kennen (Z.8), spricht dafür, dass der dort vorherrschende Zustand für sie derart paradiesisch ist, dass sie ihm nicht einmal kurzfristig entfliehen wollen.

Kategorie: Latein | Kommentare (9)
Kommentare
huhu
20.05.2007
Dafür bekommt doch niemad 15 Punkte. Das wäre bei uns nicht die Hälfte wert
Felix
30.05.2007
Es ist ein lateinischer Text, der korrekt übersetzt wurde. Die zweite Aufgabe ist knapp ausgefallen, aber das sollte sie ja auch sein.
Stephan
25.04.2008
Das wäre bei meinem Lehrer gerade mal ein 30min Test -.-
Heyho
19.05.2008
2-stündig? Und dafür 15 Punkte? Wow!
lateiner
15.10.2008
Das wär bei uns für eine Stunde ausreichend. aber nicht für 2^^
C.I.Caesar
04.12.2008
Da muss ich einigen rechtgeben: Das war eine Klausur??? Auf welcher Schule bist du? Ich würde auch gerne dahin-wechseln^^. Und vor allem in welcher Klasse warst du, asl ihr diese "Klausur" geschriben habt?? Das würde bei uns grade so als Test durchgehen...^^
so
08.06.2009
hohohohohoho ich hasse scheiß zeitalter ovid soll scheißen gehen
Stefan
09.12.2009
Also es sind 72 Worte, wir müssen bei einer zweistündigen Schularbeit zirka 80-120 Worte schreiben. Außerdem dürft ihr da nicht die Realien vergessen aber 15 Punkte, WTF?! das is echt nichts... und die stellen kennt echt jeder... ich glaub die haben wir im dritten lernjahr übersetzt... die mussten wir für hexameter auswendig lernen... hoffentlich hattest du ne gute note drauf weil sonst wärs iwie peinlich bei der allgemein bekannten stelle...
cxyvsdv
13.01.2010
ich bin in der 9 und das ist vllt die hälfte von einer arbeit und für den mini text hätte es bei uns fast nichts gegeben, allerdings habe ich auch latein seit der 5
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